Bericht der Riedwerke zur Sitzung des Regionalausschusses am 27.08.2025 – LNVG: Lieferung von acht Brennstoffzellengelenkbussen

Die LNVG hat vor Beginn der Sommerferien acht weitere Brennstoffzellenbusse übernommen. Die Gelenkfahrzeuge vom Typ Solaris Urbino 18 hydrogen werden derzeit für den Linienbetrieb vorbereitet und kommen ab August auf nachfragestarken Fahrten zum Einsatz.

Die Verkehrserbringung mit alternativen Antrieben spielt bei der Erreichung der Klimaziele im Kreis Groß-Gerau eine bedeutende Rolle. Vor diesem Hintergrund wird die Fahrzeugflotte kontinuierlich auf emissionsfreie Antriebe umgestellt. Mit der Inbetriebnahme von 15 Brennstoffzellensolobussen im vergangenen Jahr sowie den acht neuen Brennstoffzellen-gelenkbussen in diesem Jahr sieht sich die LNVG auf einem guten Weg der Transformation zu einem flächendeckenden Einsatz umweltfreundlicher Technologien.

Der strategische Ansatz, die Brennstoffzellentechnologie im ÖPNV einzusetzen, wird unter-stützt, indem die vorgenannten Fahrzeuge im Rahmen der „Richtlinie zur Förderung alternativer Antriebe von Bussen im Personenverkehr“ mit 7,39 Mio. € durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) gefördert werden. Fördermittel dieser Maßnahme werden auch im Rahmen des Deutschen Aufbau- und Resilienzplans (DARP) über die europäische Aufbau- und Resilienzfazilitäten (ARF) im Programm NextGenerationEU bereitgestellt. Die Förder-richtlinie wird von der NOW GmbH koordiniert und durch den Projektträger Jülich (PtJ) umge-setzt.

In den kommenden zwei Jahren stehen mehrere Fahrzeuge altersbedingt zum Austausch an. Die LNVG hat daher, einem Aufruf des Bundesministeriums für Verkehr folgend, eine erneute Projektskizze zur Förderung von zehn weiteren Brennstoffzellengelenkbussen eingereicht. Die Vergabe der Fördermittel erfolgt in einem wettbewerblichen Verfahren. Die Priorisierung erfolgt u.a. am Einsatzkontext der Busse und der voraussichtlichen jährlichen C02-Vermeidung unter Berücksichtigung der Fahrleistung der Busse. Aufgrund des geplanten Einsatzes der Fahrzeuge auf nachfragestarken und kilometerintensiven Linien zum Frankfurter Flughafen, sieht die LNVG die Chance auf eine erneute Fahrzeugförderung von bis zu 80% auf die kalkulierten Investitionsmehrkosten.